Johannes 6, 1-15
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Familiengottesdienst und Sommerfest 13. Juli 2025
Anspiel
Weltreisender mit Rucksack und Koffer, Weltkarte in der Hand, Stellwand mit Weltpuzzle
Hallo ihr alle, die ihr mich heute auf meiner Weltreise begleiten wollt, Rucksack und Koffer sind gepackt. Nun kann es losgehen. Oh, wie ich mich freue. Königsfeld ist zwar sehr schön, aber die Welt zu entdecken, das ist spannender.
Er holt die Karte heraus und schaut sich ein mögliches Ziel an- die Schweiz
W: Ich werde erst einmal das nächste Land aufsuchen und in Europa bleiben. Geht durch die Reihen.
W: Da sehe ich Schweizer hier bei uns. Hallo, könnt ihr mir den Weg zum Pilatus erklären?
H.B.M. erklärt den Weg in Schweizerdeutsch. Weltreisender versteht gar nichts.
W: Kannst Du mir den Weg noch einmal so beschreiben, dass ich ihn verstehe?
H.B.M. Na klar.
W. Mir fällt da gleich noch eine Frage ein: Was gibt es Besonderes in der Schweiz?
H.B.M. antwortet
W. reist auf den Berg – von hier aus sieht die Welt richtig schön aus. Am liebsten würde ich bleiben, aber ich muss weiter.
W. schaut in seine Karte. Wo möchte ich nun hin? Am liebsten nach Asien. Fliegt nach China
W: Hallo, jetzt bin ich in Peking. Diese Stadt ist ganz schön groß. Ich werde mich hier allein nicht zurechtfinden. Holt ein Adressbuch heraus. Ich habe mir aufgeschrieben, dass mich Xing hier abholen wird. Da bin ich gespannt.
X: Begrüßt Weltreisenden auf Mandarin – alle wiederholen es
W. Oh, ich habe jetzt gar nichts verstanden. Kannst Du auch deutsch sprechen? Ansonsten ich mit meinem Handy übersetzen lassen.
X. Ja, ich spreche auch deutsch. Ich habe dich begrüßt.
W. Was kannst Du mir noch Spannendes über dein Land sagen?
X. erzählt
W. Ich bin beeindruckt. Es ist vieles ganz anders als bei uns in Königsfeld.
X. antwortet darauf
W. Ich habe großen Hunger. Kannst Du mir sagen, was ihr hier gern esst?
X. beschreibt ihr Lieblingsessen
W. Und was sollte ich mir hier unbedingt anschauen?
X. berät den Weltreisenden
W. reist zu den gesagten Sehenswürdigkeiten und isst. Dann muss er weiter und breitet die Karte aus. Ich würde so gern einmal nach Afrika. Und schon fliegt er los und kommt in Tansania an. Hier trifft er auf Hope
H. empfängt ihn auf Kisuaheli- alle wiederholen es
W. Hallo Hope, ich habe dich gar nicht verstanden. Kannst Du mir das auf deutsch sagen?
H. na klar. Herzlich Willkommen in Tansania.
W. Hier ist es schön warm und sonnig. Was ist an deinem Land interessant?
H. erzählt davon, dass hier die Zeit so gezählt wird, dass die erste Stunde am Tag, die Stunde des Aufstehens ist- also 6.00 Uhr bei uns.
W. Das klingt irre. Und was ist ein gutes Ausflugsziel für mich?
H. erklärt es ihm
W. reist mit Hope und besichtigt das Highlight. Was ist Dein Lieblingsessen Hope?
H. erzählt es ihm
W. gestärkt und voller Eindrücke geht es nun weiter für mich. Schaut auf die Landkarte. Ich möchte so gern mal nach Amerika und reist nun dorthin. Hier trifft er auf Gerald.
G. begrüßt ihn in seiner Landessprache alle wiederholen es.
W. Hallo, ich habe leider nicht viel verstanden. Kannst Du es noch einmal auf deutsch sagen?
G. begrüßt ihn
W. Dein Land ist ganz schön groß. Wie ist das für Dich?
G. sagt es dem Weltreisenden
W. Was sollte ich von Deinem Land unbedingt gesehen haben?
G. New York
W. Aber vorher muss ich was essen und trinken. Was kannst Du mir empfehlen?
G. sagt es ihm
W. reist nach New York und ist beeindruckt von der Höhe und der Dichte der Häuser. Dann zieht es ihn weiter. Er breitet seine Landkarte aus. Ein Kontinent fehlt mir noch: Ich war jetzt in Europa, in Asien, in Afrika und Amerika. Kinder, wisst ihr, welcher Kontinent mir noch fehlt? Australien. Ja, genau, da muss ich noch hin. Ich fliege am besten hinten herum.
W. kommt in Canberra an. Wieder ganz anders als in Amerika. Hier treffe ich mich mit Jonas. Da ist er schon. Hallo Jonas
J. begrüßt ihn auf englisch. Alle wiederholen es
W. Das ist nun mein letzter unbekannter Kontinent. Was kannst Du mir empfehlen, was ich unbedingt anschauen sollte? Und Hunger habe ich auch.
J. sagt es ihm
W. isst und bereist Australien.
W. Nun ist es langsam an der Zeit, dass ich wieder nach Hause reise. Ich habe so viel gesehen und werde mich an diese Weltreise immer erinnern. Also nun fliege ich nach Hause.
W. kommt in Königsfeld an. Es war ein wirklich schönes Kennenlernen der Welt. Sie ist so unglaublich schön und vielfältig …
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Impuls aus Johannes 6, 1-15
In Gottes Welt zu Hause. So ist es mir bei der Reise durch die Welt ergangen. Und überall waren liebe Menschen, die mir weitergeholfen haben.
Ich habe erlebt, dass die Länder ganz unterschiedlich sind. Vieles ist anders als bei uns hier. Aber wir sind alles Menschen und von Gott geliebt. Das verbindet uns über auch große Entfernungen hinweg.
Und ich habe gemerkt, dass das gegenseitige Verstehen manchmal nicht so einfach ist, weil wir unterschiedliche Sprachen sprechen. Aber mit Gesten und einem Übersetzer im Handy geht es.
Wenn Gott uns alle liebhat und die Welt in seinen Händen hält, warum klappt das dann nicht, dass wir gemeinsam und in Frieden miteinander leben? Liegt es daran, dass ich immer zuerst gern an mich denke? Da fällt mir eine Geschichte aus der Bibel ein. Da geht es um ein gutes Miteinander und ums Teilen.
Jesus hat einer großen Menge von Menschen von Gott erzählt. Auch seine Jünger waren dabei. Da schaut Philippus zum Himmel und sieht, dass es bald Abend wird. Thaddeus, der Jünger neben ihm steht, sieht auch nach oben und überlegt: Wir sollten zu Jesus gehen und mit ihm reden. Entweder schickt er die Menschen jetzt alle weg, damit sie etwas essen können oder er lässt sich was einfallen.
Also ich bekomme jetzt langsam ganz schön Hunger, ich freue mich auf die Sachen, die Andreas in der Tasche für uns alle dabeihat!“ In einer Pause sprechen sie Jesus an und fragen ihn, was er vorhat: „Wie willst du die Menschen alle versorgen, wenn du sie jetzt nicht wegschickst?“ fragt Philippus. Und der andere fügt hinzu: „Jesus, schick die Leute weg, damit wir endlich essen können, was wir uns mitgebracht haben! Viel ist es ja nicht, aber für uns reicht es schon!“ –
„Nein“, antwortet Jesus da, „gebt ihr doch den Leuten zu essen!“ Die Jünger schauen sich verdutzt an. Wie meint Jesus das? „Wenn wir unsere Esssachen weggeben, dann sind sie wirklich weg“, meint Simon, der auch dazugekommen ist, „und dann bleibt uns nur ein hungriger Magen! Die anderen Leute haben ja auch nicht viel da-bei, vielleicht gerade so viel, dass es für sie selbst reicht, da ist es doch besser, wenn jetzt jeder für sich selbst sorgt!“ Aber Jesus bleibt hartnäckig: „Gebt ihr ihnen zu essen! Fangt an zu teilen! Beginnt mit dem Austeilen!“ Und dann bittet Jesus die vielen Menschen, sich in kleinen Gruppen auf das Gras zu setzen. „Wenn das bloß gut geht“ seufzen die Jünger. Die Jünger stehen ratlos da. Da kommt ein Junge und gibt ihnen 5 Brote und zwei Fische. Jesus nimmt sie, spricht ein Gebet, in dem er Gott für diese Gaben dankt, teilt sie mit den Händen auseinander, gibt sie den Jüngern, die teilen weiter und geben sie in die erste Gruppe hinein, nach und nach auch in die anderen Gruppen. Teilen und weitergeben, teilen und weitergeben. Die Menschen nehmen und teilen und geben auch weiter, auch das, was sie sich in ihren Beuteln aufbewahrt haben, ihr Brot für den Tag. Es ist wie eine Welle des Nehmens und Gebens. Vom Geteilten und Ausgeteilten essen die Menschen, sie reden miteinander, lernen sich kennen, erzählen von ihren Erlebnissen.
Die Jünger staunen. So etwas haben sie noch nicht erlebt. Jesus und sie haben zu-erst geteilt, es geht immer weiter, und schließlich kommt Geteiltes auch wieder bei ihnen an. Auch sie nehmen und essen. Und alle machen fröhliche Gesichter, alle werden satt – satt vom Essen und satt von dem schönen Miteinander, das sie erleben.
Was für ein wunderbares Erlebnis. Wenn wir nicht nur auf uns selbst schauen, sondern füreinander sorgen und miteinander teilen, dann reicht es für alle und jeder wird satt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie das geht. Teilen ist gar nicht so schwer. Und gemeinsames Essen und miteinander reden schafft Gemeinschaft. Gemeinschaft untereinander und auch mit Gott. Denn er ist bei uns, wo zwei oder drei versammelt sind.
Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen – so steht es in Psalm 18,30. Mit ihm können wir uns auf Neues einlassen. Er ist für uns alle da. Amen
Gabriele von Dressler
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